Wetter Mittelmeerraum
Der Mittelraum stellt nicht zuletzt wegen seiner klimatischen Verhältnisse ein beliebtes Reiseziel. Allgemeine Kennzeichen des mediterranen Klimas sind heiße, sehr regenarme Sommermonate und milde, feuchte Wintermonate. Man spricht also vom typischen Mittelmeerklima. Im Mittelmeerraum treten vor allem fünf typische Winde auf: der trockene Mistral, der heiße Chamsin, der Scirocco, die stürmische Bora und der Meltemi.
Das Klima des Mittelmeerraums zählt zur subtropischen Klimazone und tritt weltweit nur sehr selten auf. Ähnliche klimatische Bedingungen findet man sonst nur in Teilen Kaliforniens, Mittelchile, Südafrika und in Teilen Australiens.
Kennzeichnend für das mediterrane Klima sind die Unterschiede zwischen Niederschlag und Temperatur. Es gibt sowohl später Wintereinbrüche im Winter als auch extreme Hitzeperioden im Sommer. Der starke Niederschlag im Winter kann sintflutartige Züge annehmen. Umweltprobleme, wie Erosion und Überschwemmungen sind die Folge dieses klimatischen Verhältnisse.
Dennoch wechseln die Wetterbedingungen mit der Örtlichkeit. Wenn man die Wetterverhältnisse von Madrid mit Neapel vergleicht, so fällt auf, dass zwar die Sommermonate eine ähnliche Temperatur von 24°-25° Celsius aufweisen, aber die Niederschlagsmengen deutlich variieren. In Neapel regnet es doppelt so viel wie in Madrid. Orte, die im Binnenland liegen (Madrid an der Ostküste) haben viel weniger Niederschlag als Orte der Westküste (Neapel).
In den höheren Lagen herrschen kühlere Temperaturen. Man spricht hier von Erikenklima. Schon fast ähnlich wie auf der Urlaubsinsel Rügen (Ferienwohnung). Im südlichen Mittelmeerraum herrscht bereits das Wüstenklima. Nördlich der Adria spricht man bereits von einer gemäßigten Klimazone.
Im Sommer herrscht ein Hochdruckgebiet über den Mittelmeerraum: Das Azorenhoch. Es bringt warmes, windarmes, sonniges Wetter mit. Im Laufe des Frühjahrs zieht es von Afrika in den Mittelmeerraum. Am Ende des Sommers wird das Mittelmeer wieder vom Westwindgürtel beeinflusst; die feuchte Atlantikluft bringt einen regenreichen, milden Winter mit sich. Im Frühjahr verschiebt sich der Westwindgürtel gen Norden, so dass der Mittelmeerraum von ihm nicht mehr beeinflusst wird.
Weiterhin verantwortlich für die klimatischen Bedingungen im Winter sind die aufgeheizten Wasseransammlungen, die sich nur langsam abkühlen. Es kommt oft zu starkem Regen, wodurch ein erheblicher Bodenabtrag begünstigt wird. Man spricht von Verkarstung.