Mittelmeerfieber
Zur richtigen Urlaubsvorbereitung zählt auch ein umfassender Gesundheitscheck. Genauer: Man sollte sich vor jedem Reiseantritt (unabhängig vom Reiseziel) darüber informieren, welche gesundheitliche Risiken im Urlaubsort herrschen und ob man sich gegebenenfalls durch eine Impfung schützen muss.
Unter dem Begriff Mittelmeerfieber sind in der Regel zwei Krankheitsbilder zusammengefasst. Zum einen kann die Brucellose, eine Infektionskrankheit gemeint sein, zum anderen das so genannte familiäre Mittelmeerfieber, eine Erbkrankheit.
Das Familiäre Mittelmeerfieber ist eine vererbte Erkrankung, die vor allem bei Bewohnern der östlichen Mittelmeerregion (Türkei, Afrika, Arabien, etc.) auftritt. Diese Erkrankung äußert sich in chronisch auftretenden Fieberschüben mit Entzündung der Tunica Serosa.
Anzeichen einer möglichen Infektion mit den Brucellose-Bakterien des so genannten Mittelmeerfiebers oder auch Maltafiebers sind Fieber, allgemeine körperliche Schwäche, starke Schweißausbrüche, Kopf- und Muskelschmerzen, etc. Falls Sie nach einem Urlaub in den Mittelmeerländern oder in den Tropen diese Symptome feststellen sollten, ist der Gang zum Arzt dringend zu empfehlen. Je nach Typ der bakteriellen Infektion wird Brucella melitensis, Brucella abortus oder (eher selten) eine Infektion mit Brucella canis festgestellt.
Zur Infektion kann es kommen, falls kontaminierte Nahrung oder Kontakt mit infizierten Tieren zustande kommt. Außerdem kann es durch eine Übertragung der Bakterien durch Bindehaut, Atemwege oder offene Wunden zu einer Infektion kommen.
Jedoch kommt es bei einem Großteil der Patienten zu keinen manifesten Symptomen. Die Brucellose hat eine Inkubationszeit von ein bis zu vier Wochen. Typisch für den Krankheitsverlauf ist ein vorübergehendes Abklingen der Symptomatik, die jedoch wieder aufleben kann.
Ohne Behandlung läuft der Patient Gefahr, dass sich die Krankheit sogar jahrelang im Körper einnistet und immer wieder aufkeimt. Was kann man aber tun, um einer Infektion vorzubeugen?
Es empfiehlt sich, die Milch abzukochen und pasteurisierte Produkte zu kaufen. Eine artgerechte Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen steht natürlich an erster Stelle.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Infektionsrisiko besteht, können auf den Seiten des Auswärtigen Amtes die Risiken für Ihr Reiseziel nachgelesen werden. Zudem Sollten Sie sich bezüglich Ihrer Krankenversicherung und Ihren Versicherungsschutz im Ausland informieren und sich ggf. über Zusatzversicherungen schützen.