Klima und Vegetation

Der Mittelmeerraum gilt nicht zuletzt aufgrund seiner klimatischen Rahmenbedingungen zu einem der beliebtesten Reiseziele der deutschen Urlauber. Der Mittelmeerraum gehört zur subtropischen Klimazone; man spricht ferner vom mediterranen Klima. Der Mittelmeerraum zeichnet sich durch eine eigene Flora und Fauna aus, die weltweit als sehr selten gilt. Die subtropische Klimazone finden wir sonst nur noch in Teilen Kaliforniens, Südwestaustraliens, Südafrika oder in Chile. Wärmere und "feuchtere" Länder und Landstriche wie bspw. die Karibik oder die Fidschi Inseln werden dagegen der tropischen Klimazone zugeordnet.

Die typische Vegetation im Mittelmeerraum waren dichte Wälder und ein dichter Strauchbewuchs. Heute finden wir ein Ökosystem aus großen Sträuchern mit einem hohem Anteil an aromatischen Pflanzen. Die Pinienwälder sind ständig von Waldbränden bedroht.

Vor allem zwei Wetterlagen zeichnen das Klima des Mittelmeerraums aus. Im Sommer tritt das Phänomen auf, dass das Wüstenklima Richtung Norden zieht („Azorenhoch“), wodurch es zu einer sehr regenarmen und warmen Sommerzeit kommt. Im Winter hingegen zieht das Azorenhoch Richtung Süden ab, wodurch das Klima kälter wird. Dazu kommen die Westwinde aus den nördlichen Breiten, die gen Süden ziehen. Feuchtes Wetter ist das Resultat.

Allgemein fällt im westlichen Mittelmeerraum deutlich mehr Regen als im Osten. Dies ist vor allem durch das West-Ost-Gefälle des Mittelmeerraumklimas zu erklären. Im Süden ist es gemeinhin wärmer als im Norden. Hier findet sich die Grenze zum Wüstenklima, was die Wetterlage im südlichen Mittelmeerraum stets beeinflusst.

Die Vegetation im Mittelmeerraum war wahrscheinlich einst vollständig von Hartlaubgewächsen und Nadelwaldgebieten bestimmt. Genau ist dies jedoch nicht nachweisbar. Typische Bäume im westlichen Mittelmeerraum sind heute die Steineiche, die Korkeiche sowie der berühmte Olivenbaum im Osten. In Gebieten, die eher feuchtere Rahmenbedingungen aufweisen (also im nördlichen Mittelmeerraum), kann man auch noch Reste von Lorbeerwäldern erkennen.  

Im Hartlaubwald, itali. "Macchie", gedeiht der Erdbeerbaum oder die Baumheide. Durch menschliches Zutun, Waldbrände, Rodung wurden die einstigen Bedingungen so verändert, dass wir heute nur noch eine degenerierte Form des Hartlaubwaldes vorfinden. In Steppenklimaten zeigen in der feuchten Jahreszeit viele Pflanzen eine kurze Blütenzeit, die als sehr charakteristisch gilt.

Im Mittelmeerraum lässt es sich auf jeden Fall in einem schönen Garten das Leben genießen!