Heizöl im Mittelmeer

Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kochen überall auf der Welt Diskussionen hoch: In wie weit sollte sich der Mensch einmischen in die Natur? Und: Gibt es keine anderen Möglichkeiten, als so tief nach Erdöl zu bohren? Was ist mit alternativen Energien? Es scheint, als hätten wir nichts dazugelernt. Schließlich gab es auch im Mittelmeer eine solche Katastrophe. Nämlich im Jahr 2006. Dort waren es mehr als 10000 Tonnen Heizöl, die ins Mittelmeer flossen.

Zustande kam diese Umweltkatastrophe dadurch, dass Israel ein libanesisches Elektrizitätswerk mit Bomben angegriffen hatte. Das Elektrizitätswerk wurde getroffen und es floss das Heizöl aus den beiden Reservetanks heraus. Einer der beiden Tanks drohe zu explodieren. Das Schlimme an der Sache war zudem, dass diese Tanks nur knappe 25 Meter vom Meer entfernt waren. Aus diesem Grund war der Strand sehr schnell mit einem Ölfilm überzogen – eine schreckliche Gefahr für die Tiere und das ganze Ökosystem.

Es scheint, als hätten wir in diesen letzten Jahren wenig dazu gelernt. Der Mensch hat seine Rechnung nicht mit der Natur gemacht. Was dies für schlimme Folgen haben kann, sehen wir jetzt auch wieder im Golf von Mexiko: Unzählige Tiere mussten sterben, ihr Lebensraum ist bedroht. Auch sind einige Arbeiter bei diesem Unglück ums Leben gekommen. Vielleicht ist dies ein Warnsignal, dass erst in solch einer deutlichen Erbarmungslosigkeit seine Wirkung hat? Missachten wir Menschen nicht schon viel zu oft die Gesetze der Natur, um an Profit und immer wieder neue Rohstoffe zu kommen?

Wenn Sie jetzt, im Jahr 2010 im Mittelmeerraum Urlaub machen, dann werden Sie wahrscheinlich auf überwiegend saubere Strände stoßen. Bitte helfen Sie uns und tragen Sie dazu bei, dass diese Strände auch so sauber bleiben. Laden Sie dort nicht Ihren Müll ab, denn das würde dazu führen, dass auch hier die Tiere unter der Anwesenheit der Menschen leiden müssten.