Folgen der Finanzkrise: Reisebranche
Nicht durch die Schweinegrippe kam es in diesem Jahr zu einem Umsatzeinbruch der Reisebüros. Es sind vielmehr die Auswirkungen der allgemein angespannten finanziellen Lage: Die Finanzkrise ging auch an der Touristikbranche nicht spurlos vorüber. Viele Reisebüros verzeichnen derzeit eine finanzielle Durststrecke; vielen droht sogar die Insolvenz.
Um mit der Konkurrenz mit zu ziehen, haben viele Reisebüros die Preise so gesenkt, dass es zu einem gewaltigen Loch in der Kasse kam. Auch deutsche Reisebüros schreiben derzeit nicht gerade schwarze Zahlen. Im letzten Jahr wurde ein Verlust von 8% bezüglich Urlaubsreisen im Vergleich zum Vorjahr festgestellt.
Dennoch sind Mittelmeerreisen aufgrund ihrer kurzen Anreisezeit und ihrem günstigen Preisleistungsverhältnis immer noch gefragt und derzeit auch recht billig zu buchen. Oder wer kann sich in diesen Zeiten schon noch Familienurlaub in der Südsee leisten? Doch nicht nur hinsichtlich Urlaubsreisen wurde gespart. Unternehmen haben ihre Ausgaben für Geschäftsreisende stark herunter gefahren. Das führte natürlich dazu, dass auch die Flugbranche ihre Preise dementsprechend senken musste, um eine erhöhte Nachfrage zu begünstigen.
Insolvenz ist ein Thema, mit dem sich viele Reiseanbieter vertraut machen müssen. Da die Abläufe einer Regelinsolvenz den Meisten nämlich nicht klar sind, ist es umso wichtiger, sich kompetent beraten zu lassen.
Ein Reisebüro aus Frankfurt hat vor wenigen Tagen auch Insolvenz angemeldet. Natürlich ist die Unsicherheit groß, wenn man vor ein paar Wochen bei diesem Büro seinen Mittelmeerurlaub für das nächste Frühjahr gebucht hat. Allgemein gilt: Falls die Reise aufgrund des Konkurs nicht durchgeführt werden kann, bekommt der Konsument sein Geld durch die gesetzlich vorgesehene Insolvenzabsicherung zurück.
Während die Reiseanbieter Pobleme durch die Krise bekommen haben erfreut sich eine Nische dieser Branche zunehmender Umsätze und Gewinne. Gesundheitsreisen stehen derzeit hoch im Kurs und es ist anzunehmen, dass dieser Trend anhält. Die Verbindung aus Schönheitsoperation und Genesungsurlaub ist so attraktiv, dass mehr und mehr Reiseanbieter diese Reisen ins Portfolio aufgenommen haben und dass sich sogar Anbieter etablieren, die auschließlich Gesundheitsreisen anbieten. Das Angebot ist vielfältig: Dentalreisen nach Ungarn oder abnehmen in angenehmer Atmossphäre - Nasenkorrekturen in Polen oder Lasik Operationen in Bulgarien. Gerade Länder in Osteuropa scheinen sich für die Investoren der Kliniken zu lohnen.
Man sollte sich im Falle einer Konkursanmeldung des Reiseanbieters schnell an den Insolvenzversicherer wenden, der im Sicherungsschein des Reiseveranstalters eingetragen ist. Den Sicherungsschein erhalten Sie bei jeder Buchung, wenn nicht, dann fragen Sie gezielt danach, so dass Sie ihren Mittelmeerurlaub ohne Bedenken antreten können. Ohne einen Sicherungsschein laufen Sie nämlich Gefahr, auf Ihren Kosten sitzen zu bleiben!